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Proposition S. 978: Warum Justin Bieber 5 Jahre in den Knast muss

Knast für den Bieber

Es wird immer bizarrer: In den USA wird gerade ein Gesetz verhandelt, das das unerlaubte Streamen und Verbreiten von urheberrechtlich geschütztem Material zu einem Schwerverbrechen machen soll – in eine Kategorie mit Brandstiftung, Raub und Diebstahl. Dazu zählt neben Musik- und Filmpiraterie auch das simple Singen von fremden Songs auf Youtube. Bis zu 5 Jahre Gefängnis soll es dafür geben, wenn der Gesetzesentwurf S. 978 abgesegnet wird.  Sollte das Gesetz verabschiedet werden, würden auf einen Schlag hunderttausende Teenies, die einen Britney Spears Song auf Youtube gesungen haben, zu Schwerverbrechern erklärt werden. Für Teenie-Idol Justin Bieber hieße das 5 Jahre Knast. Weiterlesen

iTunes Match: Ich wasche meine Torrents in Unschuld

Legal, illegal - klick, egal. (andrew_wertheimer@flickr.com)

Apple hat gestern ein paar interessante neue Dinge vorgestellt. Eines der zahlreichen neuen Features von iTunes nennt sich „iTunes Match“. Offiziell ist es ein Dienst, der alle MP3s auf deiner Festplatte mit iTunes abgleicht – und sie von da an wie gekaufte Musik innerhalb des kostenpflichtigen iTunes Kosmos behandelt. Inoffiziell ist es damit eine digitale Waschmaschine, die geklaute MP3-Musik in “legale” verwandeln kann. Apple scannt auf Wunsch deine Musikdatenbank und gleicht sie mit den 18 Millionen Songs ab, die es im Moment im iTunes-Store gibt. Diese Songs können dann kostenlos und legal jederzeit von iTunes heruntergeladen werden. (Im Apple-eigenen AAC Format). Preis für das Hütchenspiel: 25 $ im Jahr.

Tschuldigung, WAS?
Noch mal im Klartext: Ich kann also meine iTunes Library abgleichen, dann die alten MP3s löschen und die ganze Musik noch mal von Apple blütenrein lizenziert mit Coverbildchen und allem herunterladen. Für 25 $, ohne jeglichen Nachweis, dass ich die Rechte an den MP3-Dateien besitze. Offiziell geht es dabei darum, privat gerippte CDs in das neue iCloud-System einzuführen. Inoffiziell wirft das einen Haufen Fragen auf: Was passiert, wenn ich statt mit privat gerippten CDs mit sagen wir mal 50 Gigabyte an MP3s mit urheberrechtlich schwieriger Quellenlage ankomme? Laut Apple würden die dann für 25 $ im Jahr zu einem völlig „legalen“ Musikarchiv. Dürfen die das überhaupt entscheiden? Weiterlesen