Archive for the ‘ Kunst ’ Category

Lytro Lichtfeld-Fotografie: Nie wieder unscharfe Bilder

Nie wieder unscharf. (subu-yan@flickr.com)

Fotografieren ist ja in den letzten 185 Jahren deutlich einfacher geworden – digitale Kameras mit riesigen Speicherkarten haben da ihren Beitrag geleistet. Nur die Sachen mit den unscharfen Bildern war bis heute immer ein Problem. Das dürfte sich bald erledigt haben – ein Hersteller namens Lytro camera hat eine sogenannte Light Field Camera entwickelt, die ein Fokussieren nach dem Fotografieren ermöglicht. Tatsächlich: Man kann im fertigen Bild die Schärfe verändern und so quasi im Bild spazieren gehen. Klingt nach Harry Potter, funktioniert aber wirklich.
Weiterlesen

Großer Wurf: 360-Grad Kamera made in Germany

Rundum gute Idee. (miamism@fickr.com)

Rundum gute Idee. (miamism@flickr.com)

Alle paar Jahre kommt ja eine unglaubliche Erfindung aus Deutschland um die Ecke, mit der keiner gerechnet hat – siehe MP3-Codec. Nicht ganz so revolutionär, aber immerhin: Ein Studenten-Team von der TU Berlin haben eine 360-Grad-Kamera erfunden, die man einfach in die Luft werfen kann. Am höchsten Punkt nimmt die “Throwable Panoramic Ball Camera” mit 36 Kameramodulen à 2 Megapixel ein 360-Grad Bild auf. Klingt simpel, die Bilder sind aber wirklich spektakulär. Sie ermöglichen auf einfachste Art Blickwinkel, die man so noch nicht gesehen hat. Mit der richtigen Software kann man sich auch wunderbar in dem entzerrten Panorama bewegen und auf Detailjagd gehen – siehe Video.

Weiterlesen

Frankenfont Projekt: Es lebt. Und sie hatten mich für verrückt erklärt..

Das Frankenfont-Projekt

Ein weiteres Nerdkunstwerk, konzeptionell wirklich stark: Das Frankenfont Projekt hat Mary Shelleys Klassiker „Frankenstein“ genommen, und den Schriftsatz aus im Netz gefundenen PDF-Buchstaben zusammen gepuzzelt. Heraus kam ein gedrucktes Buch, das wie Frankensteins Monster aus unzähligen Teilen konstruiert ist. Dazu suchte man für jedes der 5438 Wörter des Buchtextes im Netz nach Entsprechungen. Die ersten 10-15 PDFs wurden heruntergeladen, die darin eingebetteten Schriftarten extrahiert und neu kombiniert. Aufwändig, aber immer noch einfacher als mit der Spitzhacke über den Friedhof zu ziehen.

Das wird immer grotesker
Dabei beginnt das Buch mit regulären Schriftarten wie Arial, Times Roman und Helvetica, wird analog zur Spannung im Laufe der Geschichte aber immer kryptischer. Gegen Ende nimmt es gar monströse, groteske Gestalt an. Das Buch kann als Hardcover für 40 Dollar erworben werden – der Gewinn kommt der Leseförderung von Kindern zu Gute. Weiterlesen