Test: „You Need A Budget“: Haushaltsbuch ohne Generve.

Haushaltsbuch Programm YNAB

Endlich die Finanzen im Griff. Mit YNAB klappt’s tatsächlich bei mir.
(Foto: Pressekit)

Ich bin alt genug, aber konnte trotzdem nie mit Geld umgehen. Einen Haushaltsplan zu machen oder eine Haushaltsbuch-App zu benutzen kam mir nie in den Sinn. Kaum kommt am Ersten des Monats das Gehalt, brennt es mir ein Loch in die Tasche. Da draussen gibt es so viele Gadgets, die man haben muss. Heute Essen gehen? Klar, gerne!

Das Problem: Was mir mein (noch) erfreulicher Kontostand am Anfang nicht sagt, sind die unerwarteten Abbuchungen im Laufe des Monats. Die GEZ wird alle 3 Monate abgebucht, die Autoversicherung haut im Januar richtig rein, irgendwann ist Urlaub und der beste Freund hat auch nächsten Monat wieder Geburtstag. Das wirft mich immer aus der Bahn.

Man bräuchte einen Assistenten, der einem mal ehrlich sagt was man sich eigentlich leisten kann und was nicht. Kurz, das Programm „You Need A Budget“ (YNAB) tut das auf eine sehr einfache und übersichtliche Art. Ein Haushaltsplan für Privatleute – als Programm für PC und Mac mit angeschlossener App für iOS und Android. Einnahmen und Ausgaben werden hier sehr komfortabel getrackt und können sauber mit ein paar Klicks geplant werden. Ich bin über die Empfehlung von Arne und den Podcast „Bits und So“ auf das Programm aufmerksam geworden und inzwischen total überzeugt.

Haushaltsplan Youy Need A Budget App

Budgetplanung mit YNAB. Einfach und effektiv.

Wie funktioniert’s?
Im Grunde hat man ein sehr gut funktionierendes Haushaltsbuch. Das Thema Haushaltsplan klingt zugegeben mega unspannend, ist aber eine totale Erleichterung wenn es mal läuft. Dazu gibt man Anfangs einfach ein, was man so auf dem Konto (oder den Konten) hat und kann dann in einer Tabelle seine monatlichen und jährlichen Ausgaben eintragen. So was wie Miete, Wasser, Strom, Internet, Handy etc. Unregelmäßige Ausgaben wie die GEZ oder die Autoversicherung rechnet man auf einen Monat runter. Man braucht erfahrungsgemäß eine halbe Stunde mit offenem Online-Konto im Browserfenster, dann hat man das erledigt. Puh – der Überblick über die regelmäßigen Fixkosten war schon überraschend für mich.

Dann kann man sich beliebig viele monatliche Budgets zuweisen, zum Beispiel für „Essen gehen“. Im Grunde erhält man mit ein paar Klicks den Überblick über seine doch recht komplex gewordenen Finanzen. Und wenn mal das monatliche Budget für „Essen gehen“ erschöpft ist, dann muss man sich entweder bis zum nächsten Gehalt abends Stullen schmieren oder man transferiert Geld aus einem anderen Topf – z.B. aus „Klamotten“. So einfach, so effektiv. Mit der App kann man unterwegs schnell Ausgaben eingeben – die App merkt sich z.B. auf Wunsch die GPS-Position des Supermarkt deines Vertrauens und weiß dann schon was kommt wenn du eine Ausgabe einträgst. Sehr praktisch.

Auf welchen Systemen läuft „You Need A Budget“?
Die Haushaltsplan-Software YNAB gibt es für den Mac und den PC. Unterstützend gibt es kostenlose Smartphone Apps für iOS und Android, diese sind aber nur zur schnellen Eingabe unterwegs da und benötigen das PC/Mac Programm. Der Sync funktioniert problemlos über Dropbox.

Was kostet YNAB?
Die App ist mit 48 € für das PC/Mac Programm inklusive iOS / Android App kein Schnäppchen. (Über folgenden Gutscheincode (Link) bekommt man „You Need A Budget – YNAB“ 10 % reduziert).
Die Lizenz ist eine „Haushaltslizenz“, die man auf so vielen Computern nutzen kann wie man benötigt. Kurz und ehrlich: Das Programm ist sein Geld wert. Ich habe auf dem Mac kein besseres Haushaltsbuch gefunden, der Entwickler wirkt sehr engagiert und sorgt auch bei großen Systemwechseln wie iOS 8 schnell für Updates. Auf der Website gibt es sehr viele Erklärvideos, man kann sogar an kostenlosen Online-Seminaren teilnehmen die die Feinheiten des Systems erklären. Ich finde das aber bisher gar nicht nötig, das Programm ist schnell begriffen.


Was ist der Vorteil?
Naja, ich hab das erste Mal im Leben meine Finanzen im Griff. Im Ernst, das letzte Mal wo Technik mir so sehr das Leben verbessert hat war, als ich dank Nike Plus angefangen habe regelmäßig zu Joggen. Zurück zu YNAB: Große Zahlungen wie der Urlaub, die Autoversicherung oder Weihnachtsgeschenke überraschen mich nicht mehr unvorbereitet, sie sind quasi eingeplant. Das hat finanziell ziemliche Vorteile, psychologisch aber auch. Zum Beispiel habe ich einen monatlichen Betrag für Gadgets reserviert und in noch ferner Zukunft werde ich genug angespart haben um mir ohne Reue ein sauteures neues Apple-Device zu kaufen. Ohne dabei an die wichtigen Töpfe gehen zu müssen. Das nimmt Druck aus der Sache und hält mich davon ab in der Mittagspause im Apple Store herumzustalken. Win-Win.

You Need a Budget kann man hier runterladen und kostenlos 35 Tage testen.

 

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Test: „You Need A Budget“: Haushaltsbuch ohne Generve., 5.0 out of 5 based on 1 rating
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2 Comments

  1. Böggi 16. November 2014 Reply

    Hey Tim!

    Cooler Tipp! Das wird sofort ausgiebig getestet. Sowas brauch ich schon seit Jahren!
    Ich melde gerne meine Erfahrungen.

    Keep it up.
    Gruß an die Elbe

    Böggi

  2. Author
    Nerdizm 16. November 2014 Reply

    Böggi! Da bin ich ja mal gespannt wie du das findest. Wenn du als Finanzexperte YNAB noch abnickst, dann wäre das ja der Ritterschlag.
    Ich hoffe dir geht’s gut im wilden Hessen.
    Cheers!

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