Frankenfont Projekt: Es lebt. Und sie hatten mich für verrückt erklärt..

Das Frankenfont-Projekt

Ein weiteres Nerdkunstwerk, konzeptionell wirklich stark: Das Frankenfont Projekt hat Mary Shelleys Klassiker „Frankenstein“ genommen, und den Schriftsatz aus im Netz gefundenen PDF-Buchstaben zusammen gepuzzelt. Heraus kam ein gedrucktes Buch, das wie Frankensteins Monster aus unzähligen Teilen konstruiert ist. Dazu suchte man für jedes der 5438 Wörter des Buchtextes im Netz nach Entsprechungen. Die ersten 10-15 PDFs wurden heruntergeladen, die darin eingebetteten Schriftarten extrahiert und neu kombiniert. Aufwändig, aber immer noch einfacher als mit der Spitzhacke über den Friedhof zu ziehen.

Das wird immer grotesker
Dabei beginnt das Buch mit regulären Schriftarten wie Arial, Times Roman und Helvetica, wird analog zur Spannung im Laufe der Geschichte aber immer kryptischer. Gegen Ende nimmt es gar monströse, groteske Gestalt an. Das Buch kann als Hardcover für 40 Dollar erworben werden – der Gewinn kommt der Leseförderung von Kindern zu Gute.

Insgesamt ein echt stimmiges Konzept, der Sampling-Fan in mir ist begeistert. Wäre ich da doch mal vor der Abgabe meiner Diplomarbeit drauf gekommen.. Einen wissenschaftlichen Text über Collagen als digitales Patchwork anzufertigen, das wäre wirklich cool gewesen. Copy, Paste und ab.

Das Buch gegen Ende, wild zusammen gestückelte Fonts

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